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Jahresbilanz 2025

FF Königswiesen zur Übersicht

Am 11.03.2025 wurde im Landes-Feuerwehrkommando OÖ ein Rückblick auf das Jahr 2025 gegeben. Landeshauptmann Thomas Stelzer, Landesrätin Michaela Langer-Weninger, Feuerwehrpräsident Robert Mayer, LBDSTV Michael Hutterer und LFI Karl Kraml präsentierten die Zahlen aus dem oberösterreichischen Feuerwehrwesen.

7,3 Millionen ehrenamtliche Arbeitsstunden

Im Jahr 2025 präsentieren sich die Einsatzzahlen der oberösterreichischen Feuerwehren insgesamt geringer als im Vorjahr. Mit 46.711 Gesamteinsätzen wurden rund ein Drittel weniger Einsätze als 2024 (63.117) verzeichnet. Diese Entwicklung ist vor allem auf die geringere Anzahl an Unwettereinsätzen zurückzuführen, zeigt aber auch einen allgemeinen Rückgang des Einsatzgeschehens. Damit liegt das Einsatzaufkommen deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.

Trotz der insgesamt gesunkenen Einsatzzahlen war das Jahr 2025 für die Feuerwehren weiterhin herausfordernd. Fünf Großschadensereignisse stellten die Feuerwehren vor außergewöhnliche Herausforderungen. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren ist dies ein überdurchschnittlicher Wert, und verdeutlicht die hohe Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit der Feuerwehren in Oberösterreich.

Die Zahl der Brandeinsätze lag mit 15.397 im langjährigen Durchschnitt. Die technischen Einsätze hingegen gingen im Jahr 2025 deutlich auf 31.314 zurück. Gegenüber 2024 wurden rund 15.000 technische Einsätze weniger verzeichnet, davon waren etwa 6.700 Einsätze auf Unwetterereignisse zurückzuführen. Insgesamt konnten im Berichtsjahr 3.646 Menschen sowie 1.800 Tiere durch die oberösterreichischen Feuerwehren aus Notlagen gerettet werden.

Besonders bemerkenswert ist dabei, dass trotz deutlich weniger Einsätze die insgesamt geleisteten Stundenaufwände mit 7,3 Millionen Stunden in den oberösterreichischen Feuerwehren nahezu unverändert blieben. Dies zeigt: Auch in einem zahlenmäßig ruhigeren Jahr bleibt die Belastung für die Feuerwehrmitglieder hoch. Lange Einsatzdauern, komplexe Schadenslagen und Großereignisse erfordern nach wie vor ein hohes Maß an Professionalität, Ausdauer und ehrenamtlichem Engagement – rund um die Uhr, für die Sicherheit der Bevölkerung in Oberösterreich.

Die oberösterreichischen Feuerwehren stehen wie kaum eine andere Organisation für gelebtes Ehrenamt. Mehr als 95.000 Mitglieder leisten jedes Jahr Millionen Stunden für die Sicherheit der Bevölkerung. Dieses enorme und mutige Engagement der vielen freiwilligen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner ist ein unverzichtbarer Pfeiler für Sicherheit, Zusammenhalt und Lebensqualität in Oberösterreich. Dafür gebührt ihnen unser größter Dank und unsere volle Unterstützung.

Wer in Oberösterreichs Feuerwehren investiert, investiert in die Sicherheit aller. Dieses Gefühl von Sicherheit verbindet man mit der Feuerwehr – und es wird jedes Jahr aufs Neue bestätigt: Im vergangenen Jahr wurden mehr als 46.000 Einsätze geleistet und rund 7,3 Millionen Stunden ehrenamtliche Arbeit erbracht. Möglich machen das über 95.000 engagierte Feuerwehrfrauen und -männer, die Tag für Tag bereitstehen, wenn Hilfe gebraucht wird.

Unsere Feuerwehren sind aber nicht nur im Ernstfall unverzichtbar, sondern auch in der Jugendarbeit. Das zeigen 13.700 Mitglieder der Feuerwehrjugend: Hier lernen junge Menschen früh, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen – und wachsen in Werte wie Teamgeist, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt hinein.

Diese Zahlen verdeutlichen, dass sich Art und Struktur der Einsätze verändern – nicht jedoch der Anspruch an die Einsatzkräfte, insbesondere auch in Bezug auf Menschenrettungen. Immer mehr und neue Herausforderungen kommen auf die Feuerwehren zu: Photovoltaikanlagen, die mittlerweile auf sehr vielen Häusern verbaut sind, dazugehörige Speicheranlagen, die im Hochwassereinsatz, oder in überfluteten Kellern zu einem erheblichen Gefahrenpotenzial führen können. Und natürlich sind vermehrt Elektro- bzw. Hybridfahrzeuge im Straßenverkehr unterwegs. Diese Herausforderungen betreffen letztlich nicht nur den Einsatz, sondern fließen maßgeblich in Ausbildung hinein - auf Landesebene mit der Feuerwehrschule genauso wie in den Feuerwehren. Zudem gilt es auch die Rahmenbedingungen sicherzustellen, die es letztlich den Ehrenamtlichen ermöglichen, in den Einsatz zu gehen.